Struktur III

Junior.ING - Schülerwettbewerb 2026/27

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Skywalk – Konstruktion mit Weitblick

Wettbewerbsüberblick

Die Ingenieurkammern der Bundesländer loben zum Schuljahr 2026/2027 den zweistufigen, länderübergreifenden Schülerwettbewerb Junior.ING für kreative Ingenieurtalente aus. Im ersten Schritt wählen die Ingenieurkammern die besten Konstruktionen in ihrem Bundesland aus. Im zweiten Schritt führt die Bundesingenieurkammer den Bundesentscheid unter den Landessiegermodellen durch. Der Bundeswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Der Wettbewerb Junior.ING wurde 2021 in die Liste der von der Kultusministerkonferenz empfohlenen Schülerwettbewerbe aufgenommen.

Teilnehmende

Zugelassen sind Einzel- oder Gruppenarbeiten von max. 5 Schülerinnen und Schülern allgemein- und berufsbildender Schulen. Ausgeschrieben ist der Wettbewerb in zwei Alterskategorien (AK I: bis Klasse 8, AK II: ab Klasse 9). Ausnahmen auf Landesebene sind möglich, so umfasst die AK I z. B. in Hessen und Niedersachsen nur die Klassen 5–8. Die Landessieger der beiden Alterskategorien sind für den Bundeswettbewerb qualifiziert.

Aufgabe

Ihr entwerft und baut das Modell eines Skywalks – also einer Besucherplattform mit besonderer Aussicht. Stellt euch eine Felswand, den Rand einer Schlucht oder eine Steilküste vor, von wo aus die Besucher einen spektakulären Blick in die Tiefe und die Weite haben sollen und sich dabei gleichzeitig völlig sicher fühlen können.
Eure Konstruktion muss so gebaut sein, dass sie stabil ist und Menschen sicher tragen könnte. Wie euer Skywalk aussieht, entscheidet ihr selbst. Wichtig ist, dass man erkennen kann, wie die Kräfte durch eure Konstruktion geleitet werden.

Technische Vorgaben

• Der Maßstab des Modells darf zwischen 1 : 50 und 1 : 150 frei gewählt werden und muss bei der Einreichung des Modells angegeben werden.
• Das Modell muss auf einer Grundplatte von 40 cm × 60 cm fest montiert sein, die in ihrer Mitte einen Höhensprung von 20 cm aufweist.
• Das Modell darf die Außenkanten der Platte nicht überragen.
• Die maximale Gesamthöhe des Modells einschließlich eurer Grundplatte darf 50 cm betragen.
• Die Aussichtsplattform darf auf der unteren Ebene der Grundplatte nicht abgestützt sein.
• Die Felswand darf gestaltet werden. Eine Abstützung des Skywalks auf gestalterischen Elementen der Felswand ist zulässig.
• Für den modellierten Höhensprung gelten die Materialvorgaben der eigentlichen Konstruktion nicht. Zulässig sind beispielsweise Hartschaumblöcke, mit Sperrholz beplankte Rahmenkonstruktionen aus Holzleisten oder auch gestapelte Wellpappe.

Bitte achtet bei der Konstruktion darauf, dass das Modell transportfähig ist – es muss sicher bewegt werden können, ohne Schaden zu nehmen.

Baumaterialien und Werkzeug

Als Materialien dürfen verwendet werden: Draht, Holzstäbe/Furnierstreifen (Länge beliebig, rund Durchmesser bis 7 mm, eckig bis 7 mm Breite), Kleber (Klebestifte, Bastelkleber, Leim, Klebefilm, Heißkleber), Kunststoff (Stäbe beliebiger Länge, rund Durchmesser bis 7 mm, eckig bis 7 mm Breite), Folie (bis 0,2 mm Dicke), Papier (bis 120g/m²), Schnur (bis 7 mm Dicke), Textilien, Stecknadeln, Zahnstocher, Streichhölzer ohne Zündkopf, Alufolie, Schrauben (Spannschlösser/Spannschrauben), Nieten, Nägel.

Die in der Materialliste ausgeführten Materialien dürfen miteinander verklebt, verbunden und zu zusammengesetzten Bauteilen (z. B. um Brettschichtholzträger nachzubilden) verarbeitet werden. Die Bearbeitung soll ohne Elektrowerkzeug erfolgen, mit folgenden Ausnahmen:

  1. Verbindung der Tragkonstruktion mit der Grundplatte durch z. B. Bohren und Schrauben ist erlaubt.
  2. Heißkleber und Föhn sind generell zulässig.

Farben und Verzierungen am Modell sind zugelassen, solange diese nur dekorativ wirken und die Stabilität nicht positiv beeinflussen.

Die Materialliste ist eine Positivliste – was darauf steht, ist erlaubt; alles andere nicht und führt zum Ausschluss. Um Fragen vorzubeugen: Definitiv nicht erlaubt sind z. B. Beton, Carbon, dickflächige Metalle, Karton und Pappe über der zugelassenen Grammatur, Pappmaché, fertige Holzplatten, Polymorphes Plastik, vorgefertigte Materialien (z. B. aus Bausätzen), Epoxidharz, Fräsen, 3D-Druck, CNC-Maschinen, Lötkolben und Kreissäge.

Bewertungskriterien
Funktionalität
Ist euer Skywalk so entworfen, dass man sich vorstellen kann, ihn sicher betreten und die Aussicht genießen zu können?
Stabilität der Konstruktion
Ist eure Konstruktion stabil oder fängt sie unter Belastung an zu wackeln? Kann man erkennen, wie ihre Lasten in die „Felswand“ und/oder in die obere Ebene abgeleitet werden sollen?
Originalität
Gibt es etwas, das euren Skywalk einzigartig und unverwechselbar macht?
Materialeinsatz und Verarbeitungsqualität
Habt ihr eure Baumaterialien sinnvoll ausgewählt und sparsam eingesetzt? Ist euer Modell präzise, sauber und sorgfältig ausgeführt?

Landeswettbewerb

Die Ingenieurkammer des Saarlandes vergibt bei der Preisverleihung auf Landesebene bis zu 15 Preise in jeder Alterskategorie:

1. Preis 250 Euro und Teilnahme am Bundeswettbewerb

2. Preis 150 Euro

3. Preis 100 Euro

Der 4. bis 15. Platz kann mit einer Anerkennung von jeweils 50 Euro prämiert werden.

Bundeswettbewerb

Die Landessieger der beiden Alterskategorien sind für den Bundeswettbewerb qualifiziert.

Je Alterskategorie werden folgende Preise vergeben:

1. Preis 500 Euro
2. Preis 400 Euro
3. Preis 300 Euro

Die weiteren Platzierungen erhalten eine Auszeichnung, die mit jeweils 100 Euro dotiert ist.

Termine

18. Dezember 2026      Anmeldeschluss

29. Januar 2027           Abgabefrist der Abgabeformulare (Dokumentation und Fotos der Modelle) an schuelerwettbewerb@ing-saarland.de

23. April 2027              Landespreisverleihung

11. Juni 2027               Bundespreisverleihung Berlin

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