Sieger des Deutschen Ingenieurbaupreises 2020

01. Sep 2020

Kienlesbergbrücke in Ulm

Kienlesbergbrücke Ulm

Der Deutsche Ingenieurbaupreis 2020 geht an die Kienlesbergbrücke in Ulm

Die Kienlesbergbrücke in Ulm wird mit dem Deutschen Ingenieurbaupreis 2020
ausgezeichnet. Am 21. August 2020 wählte die Jury unter Vorsitz Prof. Dr. Dr.
E.h. Dr. h.c. Werner Sobek das im Dezember 2018 fertiggestellte Siegerprojekt
aus. Die Konzeptidee stammt vom Büro KREBS + KIEFER Ingenieure GmbH
aus Karlsruhe in Zusammenarbeit mit Knight Architects, Großbritannien. Bauherr
sind die Stadtwerke Ulm. Der Deutsche Ingenieurbaupreis ist als Staatspreis
der bedeutendste Preis für Bauingenieure in Deutschland.

Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau
und Heimat: „Die Arbeit von Ingenieurinnen und Ingenieuren ist nicht nur bei
der Entwicklung und Realisierung von Bauwerken innovativ - sie hat einen hohen
baukulturellen Wert. Die Kienlesbergbrücke in Ulm steht für die Leistung,
die wir mit dem Ingenieurpreis würdigen wollen: Sie schafft für Fußgänger, Radfahrer
und ÖPNV-Nutzer einen öffentlichen Raum, der zum Verweilen einlädt.
Das Projekt in Ulm steht dabei vorbildlich für die gesellschaftliche Funktion, die
Ingenieurbaukunst haben kann.“

BIngK-Präsident Hans-Ullrich Kammeyer: "Es hat mich sehr gefreut, dass auch
in diesem Jahr wieder so viele Beiträge von hoher ingenieurtechnischer Qualität
zum Deutschen Ingenieurbaupreis eingereicht wurden. Das hat die Entscheidung
erneut sehr schwer gemacht. Mit der Kienlesbergbrücke in Ulm gewinnt
ein Projekt, dass Ingenieurinnen und Ingenieure durch die vielen schwierigen
Rahmenbedingungen vor große Herausforderungen gestellt hat. Diese komplizierte
Aufgabe wurde auf sehr überzeugende und Ressourcen schonende Art
gelöst. Das Ergebnis ist eine Kombination aus zweigleisiger Straßenbahnbrücke
und breiter Fußgängerbrücke, die konstruktiv und gestalterisch außerordentlich
gut gelungen ist.“

Die Bandbreite der für den Preis 2020 eingereichten Arbeiten war groß. Neben
Hochbau- und konstruktiven Ingenieurbauprojekten haben sich die Teilnehmer
auch dem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen wie Bauen im Bestand und
bautechnische Lösungen aus nachwachsenden Rohstoffen gewidmet.
Insgesamt wurden 4 Auszeichnungen mit jeweils 5.000 Euro Preisgeld sowie 3
Anerkennungen mit je 3.000 Euro vergeben.
Der Deutsche Ingenieurbaupreis wurde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal
in gemeinsamer Trägerschaft durch das Bundesministerium des Innern, für Bau
und Heimat und die Bundesingenieurkammer ausgelobt. Ausgezeichnet werden
die Bauingenieure mit einem Geldpreis sowie einer Urkunde und die Bauherren
mit einer Urkunde. Der Preis wird im Zweijahresrhythmus verliehen.

Das Wettbewerbsverfahren wurde vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
durchgeführt.
Die feierliche Verleihung des Preises findet am 24. November 2020 in der Berlin-
Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin statt.

Der Jury zum Deutschen Ingenieurbaupreis 2020 gehörten an:

• Christine Hammann, Abteilungsleiterin BW im Bundesministerium des
Innern, für Bau und Heimat, Berlin
• Dr.-Ing Ralf Ruhnau, für die Bundesingenieurkammer e.V. Berlin
• Prof. Dr.-Ing. Gudrun Djouahra, Saarbrücken
• Prof. Dr.-Ing. Norbert Gebbeken, München
• Dr.-Ing. Jeannette Ebers-Ernst, Hannover
• Prof. Dr. Dr. E.h. Dr. h.c. Werner Sobek, Stuttgart
• Prof. Dr.-Ing. habil. Natalie Stranghöner, Essen
Stellvertretende Jurymitglieder:
• Dr.-Ing. Christian Müller, Berlin
• Petra Wesseler, Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und
Raumordnung, Berlin

Ergebnisse der Jurysitzung vom 21. August 2020:
Deutscher Ingenieurbaupreis 2020 (30.000 Euro):
Projekt: Kienlesbergbrücke, Ulm
Ingenieurbüro: KREBS + KIEFER Ingenieure GmbH, Karlsruhe
Bauherr: SWU Verkehr GmbH, Ulm
Auszeichnungen (5.000 Euro):
Projekt: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken, Hamburg
Ingenieurbüro: schlaich bergermann partner, Stuttgart
Bauherr: Hamburger Hochbahn AG, Hamburg
Projekt: LYNAR – 7-Geschossiger Holzneubau, Berlin
Ingenieurbüro: schäferwennigerprojekt gmbh, Berlin
Bauherr: Wohnungsbaugenossenschaft „Am Ostseeplatz“ eG
Projekt: Holzschale Synagoge, Regensburg
Ingenieurbüro: Dr. Gollwitzer – Dr. Linse Ingenieure mbH, München
Bauherr: Jüdische Gemeinde Regensburg
Projekt: Rückbau der Lahntalbrücke Limburg, Limburg an der Lahn
Ingenieurbüro: MKP GmbH, Hannover
Bauherr: DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und –bau GmbH in
Vertretung des Landes Hessen für die Bundesrepublik Deutschland, Berlin

Anerkennungen (3.000 Euro):
Projekt: Holzhaus Leipzig-Lindenau
Ingenieurbüro: HÜLS Ingenieure, Blankenfelde-Mahlow
Bauherr: Baugemeinschaft Z8 GbR
Projekt: Ertüchtigung Rheinbrücke Maxau, Karlsruhe-Maxau
Ingenieurbüro: Ingenieurgruppe Bauen, Karlsruhe
Bauherr: Regierungspräsidium Karlsruhe
Projekt: Erneuerung der Eisenbahnüberführung Lange-Feld-Straße, Hannover
Ingenieurbüro: MKP GmbH, Hannover
Bauherr: DB Netz AG


Weitere Informationen unter: www.dingbp.de

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